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Die Losungen der Herrnhuter Brüdergemeine:
Dienstag, 19. Juni 2018:
Losungstext:
Wer meine Gebote hält und nach meinen Gesetzen lebt, der soll nicht sterben um der Schuld seines Vaters willen.
Hesekiel 18,17
Lehrtext:
Ihr wisst, dass ihr nicht mit vergänglichem Silber oder Gold erlöst seid von eurem nichtigen Wandel nach der Väter Weise, sondern mit dem teuren Blut Christi.
1.Petrus 1,18-19

Erinnerung an Hermann Stöhr

Gedenktafel für Hermann Stöhr

Am 21. Juli 1940 wurde Dr. Hermann Stöhr in Berlin-Pötzensee hingerichtet. Die Anklage lautete Zersetzung der Wehrkraft. Er ist der einzige bekannt gewordene evangelische Christ, der wegen seiner Verweigerung des Kriegsdienstes vom Reichskriegsgericht zum Tode verurteilt wurde.

An Stöhrs Todestag verkündeten die Zeitungen den Diktatfrieden mit Frankreich. Obwohl die Deutschen auf einen dauerhaften Frieden hofften, besprach NS-Diktator Adolf Hitler am Tag zuvor mit Admiral Raeder die Möglichkeit einer Landung in England. Wenig später konnte endgültig kein Zweifel mehr bestehen, dass Hitler einen Raubkrieg im Sinne hatte.

Die Deutsche Evangelische Kirche stellte freilich keine derartigen Überlegungen an. In der Woche, als Stöhr zu Grabe getragen wurde, ließ sie die Kirchen beflaggen und hielt Dankgottesdienste anläßlich des siegreich verlaufenen Frankreichfeldzugs ab. Selten wurde das Versagen der Kirche im Dritten Reich offenkundiger.

Absurderweise fanden im selben Dankgottesdient der Berliner St. Johanneskirche auch Fürbitten für den hingerichteten Kriegsdienstverweigerer Hermann Stöhr statt. Ein größerer Gegensatz zwischen ihm und seiner Kirche wäre damals kaum denkbar gewesen.

Die Evangelische Kirchengemeinde Hüfingen-Bräunlingen hält das Gedächtnis an Hermann Stöhr durch eine Gedenktafel am Eingang der Friedenskirche wach. Die Gedenktafel können Sie sich hier im Bild anschauen.

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