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Die Losungen der Herrnhuter Brüdergemeine:
Dienstag, 26. September 2017:
Losungstext:
Du unser Gott, du großer Gott, mächtig und schrecklich, der du Bund und Treue hältst, achte nicht gering all das Elend, das uns getroffen hat.
Nehemia 9,32
Lehrtext:
Bartimäus schrie: Du Sohn Davids, erbarme dich meiner! Und Jesus blieb stehen und sprach: Ruft ihn her! Und sie riefen den Blinden und sprachen zu ihm: Sei getrost, steh auf! Er ruft dich!
Markus 10,48-49

Erinnerung an Hermann Stöhr

Gedenktafel für Hermann Stöhr

Am 21. Juli 1940 wurde Dr. Hermann Stöhr in Berlin-Pötzensee hingerichtet. Die Anklage lautete Zersetzung der Wehrkraft. Er ist der einzige bekannt gewordene evangelische Christ, der wegen seiner Verweigerung des Kriegsdienstes vom Reichskriegsgericht zum Tode verurteilt wurde.

An Stöhrs Todestag verkündeten die Zeitungen den Diktatfrieden mit Frankreich. Obwohl die Deutschen auf einen dauerhaften Frieden hofften, besprach NS-Diktator Adolf Hitler am Tag zuvor mit Admiral Raeder die Möglichkeit einer Landung in England. Wenig später konnte endgültig kein Zweifel mehr bestehen, dass Hitler einen Raubkrieg im Sinne hatte.

Die Deutsche Evangelische Kirche stellte freilich keine derartigen Überlegungen an. In der Woche, als Stöhr zu Grabe getragen wurde, ließ sie die Kirchen beflaggen und hielt Dankgottesdienste anläßlich des siegreich verlaufenen Frankreichfeldzugs ab. Selten wurde das Versagen der Kirche im Dritten Reich offenkundiger.

Absurderweise fanden im selben Dankgottesdient der Berliner St. Johanneskirche auch Fürbitten für den hingerichteten Kriegsdienstverweigerer Hermann Stöhr statt. Ein größerer Gegensatz zwischen ihm und seiner Kirche wäre damals kaum denkbar gewesen.

Die Evangelische Kirchengemeinde Hüfingen-Bräunlingen hält das Gedächtnis an Hermann Stöhr durch eine Gedenktafel am Eingang der Friedenskirche wach. Die Gedenktafel können Sie sich hier im Bild anschauen.

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